Das Stahltier ist ein Industriefilm von Willy Zielke aus dem Jahr 1934. Er wurde im Auftrag der Reichsbahn zum 100. Jahrestag (1935) der ersten deutschen Eisenbahn gedreht.
Münchhausen ist ein deutscher Film des Regisseurs Josef von Báky aus dem Jahre 1943, der dem Genre des phantastischen Films zugerechnet werden kann. Die Hauptrolle in diesem dritten abendfüllenden deutschen Farbfilm ist mit Hans Albers besetzt; das Drehbuch stammt von Erich Kästner. Der Film erzählt die Lebensgeschichte des Lügenbarons Hieronymus von Münchhausen, teilweise basierend auf der literarischen Vorlage der bekannten Lügengeschichten von Gottfried August Bürger.[2] Die Handlung beginnt für den Zuschauer scheinbar in der Vergangenheit, auf einem Fest in Rokoko-Kostümen auf Schloss Bodenwerder, bis plötzlich ein elektrischer Lichtschalter und aktuelle PKW-Modelle verraten, dass die Geschichte als Rahmenhandlung aus der Gegenwart heraus erzählt wird. Als der Baron von einer jungen Frau eindeutig bedrängt wird, bittet er sie, am nächsten Tag mit ihrem Verlobten zum Tee zu erscheinen, und erzählt beiden dann im Beisein seiner deutlich älteren Frau die „wahre Geschichte“ seines vermeintlichen Vorfahren, des berühmten Lügenbarons. Der Film geht nun zurück in das 18. Jahrhundert, wo der Baron in Begleitung seines Dieners Christian im Auftrag des Prinzen von Braunschweig an den russischen Hof Katharinas der Großen geht und dort in Intrigen und ein Liebesabenteuer mit der Zarin verstrickt wird.
Der Baron warnt den Zauberer Cagliostro vor einer drohenden Verhaftung und erhält dafür von diesem die ewige Jugend versprochen. Münchhausen wird danach von der Zarin als Regimentskommandeur in den Krieg gegen die Türken zur Belagerung von Otschakow geschickt. Er nimmt einen wunderlichen Schnellläufer in seine Dienste auf. Auf einer Kanonenkugel fliegt Münchhausen unfreiwillig in die Festung und wird von den Türken gefangen genommen; in Konstantinopel trifft er, nunmehr persönlicher Knecht des Sultans, seine beiden Diener Christian und den Läufer wieder. Mit ihrer Hilfe gewinnt er gegen den Sultan die Wette, binnen einer Stunde eine Flasche Tokajer vom Hofe Maria Theresias in Wien holen zu lassen.
Münchhausen erhält daraufhin seine Freiheit wieder, darf aber nicht, wie vom Sultan versprochen, die schöne italienische Prinzessin Isabella d’Este mitnehmen, die er daraufhin mit Hilfe eines von Cagliostro erhaltenen magischen Unsichtbarkeits-Ringes aus dem Harem befreit. Er gelangt mit ihr und seinem Diener mit dem Schiff nach Venedig, wo er den alternden Casanova trifft. Mit der Familie d’Este, die Isabella mit einem älteren Mann verheiraten will, gerät er in Konflikt. Bei einem Duell mit dem Bruder der Prinzessin demütigt er diesen, indem er dessen Kleidung mit seinem Degen völlig zerfetzt. Münchhausen und Christian fliehen anschließend mit einem Heißluftballon, der sie bis auf den Mond bringt. In einer surrealistischen Landschaft begegnen sie dort dem Mondmann und seiner Frau sowie weiteren Pflanzenmenschen, die ihren Kopf vom Körper lösen können. Ein Tag auf dem Mond hat allerdings die Länge eines Jahres auf der Erde, wodurch sein Diener Christian rasch altert und alsbald stirbt. Der ewig jugendliche Baron kehrt jedoch auf die Erde zurück.
Die Handlung springt wieder 200 Jahre vor in die Gegenwart. Münchhausen gibt dem jungen Paar zu erkennen, dass er keineswegs bloß Nachfahr des berühmten Lügenbarons, sondern selbst der Protagonist der erzählten Lebensgeschichte ist. Die jungen Leute sind schockiert und verabschieden sich auf der Stelle. Der Baron aber, der ewigen Jugend satt, gibt diese freiwillig zurück und altert schlagartig. Seinem Wunsch gemäß kann er nun zusammen mit seiner Frau sein Alter genießen.
Junge Adler ist ein deutscher Spielfilm der nationalsozialistischen Propaganda des Zweiten Weltkrieges, der sich insbesondere an Jugendliche richtete. Er stellt eine Gruppe Lehrlinge dar, die in einem Flugzeugwerk Bomberkanzeln bauen und dabei eine leistungsbereite Gemeinschaft entwickeln. Unter weitgehender Ausblendung der Realität des Krieges arbeitet der Film mit den Mitteln indirekter Propaganda. Hergestellt wurde er 1944 von der UFA-Film mit einer Spieldauer von 108 Minuten. Er wurde am 24. Mai 1944 in Berlin uraufgeführt. Sowohl die Drehbuchautoren Herbert Reinecker und Alfred Weidenmann, der auch Regie führte, als auch einige der jungen Darsteller wie Dietmar Schönherr, Hardy Krüger und Gunnar Möller machten nach 1945 Karriere in Film und Fernsehen.