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2 Jul 2023 05:36:41 UTC
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GUCCI-die-wohl-schrecklichste-Familie-der-Welt
Gegründet wurde das Unternehmen 1921 von Sattlermeister Guccio Gucci als kleine Werkstatt für Lederwaren und Gepäck in Florenz. Nach der Eröffnung weiterer Filialen in Italien lancierte Gucci 1947 – eigentlich als Notlösung aufgrund von Ressourcen-Knappheit – eine Handtasche mit Bambusgriff (Bamboo Bag). Das Unternehmen machte sich u. a. mit feinen Lederwaren und luxuriösen Handtaschen – im Design oftmals vom Pferdesport inspiriert – einen Namen.
In den Jahren nach dem Tod des Firmengründers 1953 feierte die Marke große Erfolge und expandierte weltweit. Mitte der 1960er-Jahre wurde erstmals das bekannte Symbol der beiden miteinander verbundenen Steigbügel bzw. der ineinander verschlungenen „G“ (für Guccio Gucci) benutzt. In den 1970er-Jahren wurde eine Bekleidungslinie etabliert. Die erste Modenschau fand 1981 statt. 1974 wurde das erste Parfüm des Hauses, der Damenduft Gucci № 1, lanciert; der erste Herrenduft folgte 1976. Seither sind zahlreiche Gucci-Parfüms erschienen, darunter Gucci No. 3 (Damen, 1985), Nobile (Herren, 1988), Envy (Damen, 1997; Herren, 1998), Rush (Damen, 1999; Herren, 2000), Gucci by Gucci (Damen, 2007; Herren, 2008), Gucci Flora (Damen, 2009 und Variationen danach), Gucci Guilty (Damen, 2010; Herren, 2011 und Variationen danach) und Gucci Bloom (Damen, 2017).
Aufgrund schwerer interner Besitzstreitigkeiten der Gründerfamilie folgte in den 1980er-Jahren ein Verfall des Unternehmens, der 1989 zu einem 50-prozentigen Verkauf an das US-bahrainische Investmentunternehmen „Investcorp International“ aus Bahrain führte. Gleichzeitig wurde die amerikanische Bergdorf-Goodman-Chefeinkäuferin Dawn Mello als erstes Nicht-Mitglied der Gucci-Familie zur Chef-Designerin ernannt. Der Enkel des Firmengründers, Maurizio Gucci, verkaufte 1993, nachdem er die anderen Erben ausbezahlt hatte, die übrigen 50 Prozent des Unternehmens an Investcorp und kam 1995 bei einem Mordanschlag ums Leben, für den später seine Ex-Frau Patrizia Reggiani verantwortlich gemacht wurde. Ende 1995 ging die nunmehr von der Familie losgelöste Firma Gucci an die New Yorker, Amsterdamer und Londoner Börse (SEAQ). 1998 wurde der Firmensitz nach London verlegt.[5]
Nach einer zwischen 1999 und 2002 vor Gericht ausgetragenen Übernahmeschlacht mit LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton gehört Gucci seit 2004 fast vollständig (99,4 Prozent) zum Luxusgüterkonzern Kering (bis 2013: PPR bzw. zuvor Pinault-Printemps-Redoute S.A.) in Paris. Bernard Arnault, Chef von LVMH, hatte 1999 begonnen, Gucci-Aktien aufzukaufen. Gucci fürchtete eine Unternehmensübernahme und warf neue Aktien auf den Markt, um Arnaults Besitzanteil am Unternehmen zu verwässern. Gleichzeitig kontaktierte der damalige CEO von Gucci, Domenico de Sole, Arnaults Konkurrenten François Pinault von PPR (heute Kering), welcher in der Folge 40 Prozent der Gucci-Aktien erwarb und damit LVMH zurückdrängte. PPR integrierte die Marke Gucci schließlich in die neu kreierte Luxussparte Gucci Group, in welcher weitere Luxusmarken gebündelt waren. Der CEO von Gucci, de Sole, schied 2004 aus und wurde durch den Gucci-Manager Mark Lee ersetzt. Mitte 2004 wurde die Börsennotiz von Gucci dauerhaft eingestellt. 2010 wurde der operative Gucci-Firmensitz von London nach Cadempino in der Schweiz verlegt. Zum 90. Firmenjubiläum rief der Konzern im Herbst 2011 im Palazzo della Mercanzia in Florenz das Gucci-Museum ins Leben, das seitdem namhafte Kunstausstellungen ausrichtet.
Gucci-Chefdesigner Alessandro Michele, 2015
2018 wurde das Gucci-Museum unter der Leitung von Kreativdirektor Alessandro Michele in Gucci Garden umbenannt. In der Gucci Garden Galleria befinden sich weiterhin die Ausstellungsräume des Museums, die von der Mode- und Kunstkritikerin Maria Luisa Frisa kuratiert werden. Des Weiteren beherbergt der Komplex ein Gucci-Ladengeschäft mit ausgewählten Artikeln sowie ein Restaurant namens Gucci Osteria des Drei-Sterne-Kochs Massimo Bottura.
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